Kernbotschaften
Die Welt ist nicht auf Kurs, das Ziel “Kein Hunger bis 2030” zu erreichen:
Der Welthunger-Index (WHI) 2020 zeigt, dass Hunger und Unterernährung global betrachtet seit dem Jahr 2000 sukzessive zurückgegangen ist. Obwohl in der Vergangenheit Fortschritte erzielt wurden, leiden zu viele Menschen immer noch unter Hunger. Vielerorts gehen die Fortschritte zu langsam voran, sodass die Hungersituation dort kritisch bleibt. Diese Länder und Regionen sind besonders anfällig für eine Verschärfung der Ernährungsunsicherheit durch die diesjährigen Gesundheits-, Wirtschafts- und Umweltkrisen.
Ranking 2020 »
2. Aktuelle Krisen bedrohen zahlreiche Länder:
Zusätzlich zu bestehendem Hunger aufgrund von Konflikten und Klimaextremen, verschärfen die Covid-19-Pandemie, ihre wirtschaftlichen Folgen und die verheerende Heuschreckenplage am Horn von Afrika die Ernährungsunsicherheit von Millionen Menschen.
Weltkarte »
3. Zu wenig Fortschritte, vielerorts Ruckschläge:
Die Hungersituation in elf Ländern wird als sehr ernst eingestuft.
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4. Große regionale Unterschiede:
Mit einem durchschnittlichen WHI-Wert von 18,2 sind Hunger und Unterernährung weltweit als mäßig einzustufen, nachdem der Wert im Jahr 2000 noch 28,2 betrug und in die Kategorie ernst fiel. Sowohl in Afrika südlich der Sahara als auch in Südasien ist die Hungersituation ernst, was zum Teil auf den hohen Anteil unterernährter Menschen und beträchtliche Wachstumsverzögerungsraten bei Kindern zurückzuführen ist.
Trends: Global, Regional, National »
5. Ernährung und Gesundheit gefährlich fragmentiert:
Der One-Health-Ansatz verdeutlicht, wie sehr unsere aktuellen Herausforderungen miteinander verknüpft sind und dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt ebenso wie gerechte Handelsbeziehungen ganzheitlich betrachtet werden müssen.
One Health, Zero Hunger »
6. Umgestaltung der Ernährungssysteme notwendig:
Die aktuellen sich überschneidenden Krisen zeigen, dass unsere globalen Ernährungssysteme unfair sind und die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt bedrohen. Sie sind ungeeignet die aktuellen Krisen zu bewältigen und den Hunger bis 2030 zu beenden. Um das Recht auf Nahrung für alle zu gewährleisten und den Hunger zu beenden, ist ein integrierter Ansatz für Gesundheit und Ernährungssicherheit erforderlich. Einige Maßnahmen sind sofort zu ergreifen, wie etwa die Einstufung der Nahrungsmittelproduktion und -versorgung als unverzichtbare Dienstleistungen und die Einbeziehung von Gemeinschaftsorganisationen in die Umsetzung sozialer Sicherungsprogramme. Andere müssen im folgenden Jahrzehnt und darüber hinaus in Angriff genommen werden.
One Health, Zero Hunger »
7. Wir müssen umdenken...
...wie wir Nahrung produzieren, verarbeiten, vermarkten, konsumieren und Lebensmittelabfälle und -verlust reduzieren, während wir versuchen, die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und ihrer gemeinsamen Umwelt zu verbessern.
Handlungsempfehlungen »