<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0">
<channel>
	<title><![CDATA[Länderstudien]]></title>
	<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/</link>
	<language>de-de</language>
	<description><![CDATA[Artikel der Kategorie Länderstudien]]></description>
	<copyright><![CDATA[Copyright 2026, Welthunger-Index - eine jährliche Publikation, welche die Hungersituation auf globaler, regionaler und nationaler Ebene erfasst]]></copyright>
	<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 22:58:56 +0000</pubDate>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Oct 2026 22:58:56 +0000</lastBuildDate>
	<generator>Elxis 5.6</generator>
	<ttl>360</ttl>
	<image>
		<url>https://www.globalhungerindex.org/media/images/logo_rss.png</url>
		<title><![CDATA[Länderstudien]]></title>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/</link>
	</image>
	<item>
		<title><![CDATA[Länderstudie: Gesundheit von Kindern im Mandera-Dreieck stärken]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/2025-sierra-leone_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>In Sierra Leone stellte die Verabschiedung des Customary Land Rights Act (CLRA) im Jahr 2022 einen Meilenstein für eine inklusive Land-Governance dar.</p><div class="zanah caseStudy">
    <h4 class="mb-0">Länderstudie:</h4>
    <h2>Land gemeinsam gestalten: Multi-Akteurs-Partnerschaften in der Praxis</h2>

    <div class="columns">

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2025/country-insights/sierra-leone-01.jpg" width="100%" height="auto" alt="Symbolische Übergabe des Customary Land Rights Act während der Peoples’ Land Conference in Makeni City, Sierra Leone, Mai 2023.">
            <figcaption>Symbolische Übergabe des Customary Land Rights Act während der Peoples’ Land Conference in Makeni City, Sierra Leone, Mai 2023.</figcaption>
        </figure>

        <p>In Sierra Leone stellte die Verabschiedung des Customary Land
            Rights Act (CLRA) im Jahr 2022 einen Meilenstein für eine
            inklusive Land-Governance dar. Er sichert Frauen und marginalisierten
            Gruppen Landrechte zu, schaffte alle Formen
            der Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Zugehörigkeit
            zu Stamm oder Ethnie, Religion, Familienstand sowie sozialem
            oder wirtschaftlichem Status ab und schreibt vor, dass
            Frauen mindestens 30 Prozent der Sitze in allen Gremien der
            Landverwaltung innehaben – und damit eine verbindliche Rolle
            in Entscheidungen über Landfragen. (Sierra Leone 2022)</p>

        <p>Dieses wegweisende Gesetz war das Ergebnis jahrelanger
            zivilgesellschaftlicher Mobilisierung und anhaltenden öffentlichen
            Drucks, an dem auch <em>Land for Life Sierra Leone</em>, ein
            Bündnis von vier zivilgesellschaftlichen Organisationen, aktiv
            beteiligt war. 2019 mit Unterstützung des <em>Land for <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">Life</a></em>
            Programms der Welthungerhilfe gegründet, trug das Bündnis
            durch Advocacy-Arbeit, den Aufbau von Kapazitäten und die
            Förderung des lokalen Dialogs zum Erfolg des Gesetzes bei.</p>

        <p>Unsichere Landrechte untergraben die Fähigkeit, Nahrung
            zu produzieren, für die Zukunft zu planen oder sich von Schocks
            zu erholen – und führen so zu Ernährungsunsicherheit. Die
            Landnutzungsrechte sind jedoch oft komplex und von sich
            überschneidenden Rechtssystemen und tief verwurzelten
            Machtungleichgewichten geprägt, die es Individuen, insbesondere
            Frauen und marginalisierten Gruppen, erschweren, Zugang
            zu ihrem Land zu erhalten.</p>

        <p>Die Welthungerhilfe stellt in ihrem Programm <em>Land for Life</em>
            die Zusammenarbeit verschiedener Akteure in den Mittelpunkt,
            um diese Komplexität in der Praxis zu bewältigen. Multi-
            Akteurs-Partnerschaften (MAPs) bringen Beteiligte aus allen
            Bereichen der Gesellschaft mit Hilfe von Dialogplattformen
            zusammen: traditionelle Führungskräfte, lokale und nationale
            Amtsträger*innen, Landwirt*innen, Zivilgesellschaft und
            Akteur*innen des Privatsektors. Die Plattformen ermöglichen
            Austausch und einen Mechanismus zur Koordinierung konkurrierender
            Interessen, zur Überwindung von Misstrauen und
            zur Förderung von lokalen Lösungen zu komplexen Fragen der
            Regierungsführung.</p>

        <p><em>Land for Life Sierra Leone</em> hat landesweit 16 MAPs initiiert,
            davon 12 auf Chiefdom- und vier auf Bezirksebene. Die MAPs
            trugen dazu bei, dass die neue Gesetzgebung die Realitäten
            vor Ort widerspiegelt und die Rechte derjenigen wahrt, die in
            der Vergangenheit von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen
            waren. Heute helfen MAPs in Sierra Leone bei der Identifizierung
            von Lücken in der Implementierung des neuen Landgesetzes.</p>

        <p>Frauen wie Marie Olimbo Sesay, eine Landwirtin im Bezirk
            Port Loko, haben die Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau befähigt, ihre gesetzlichen Landrechte einzufordern: „Mir wurde
            der Zugriff zum Land meines Vaters verwehrt, weil ich eine Frau
            bin. Ich bin froh, dass ich vor Gericht für mein Recht auf Besitz
            und Nutzung des Landes eintreten konnte.“ Marie berichtet,
            dass sie nach der erfolgreichen Beanspruchung dieses Landes
            nun Gemüse und Baumkulturen anbaut und andere Frauen bei
            der Durchsetzung ihrer Landrechte unterstützt.</p>

        <p>Das Programm Land for Life hat eine praktische Toolbox
            entwickelt, die die Einführung von MAPs in unterschiedlichen
            Kontexten unterstützt und als Leitfaden für deren Umsetzung
            dient. Mit acht Jahren Erfahrung in Burkina Faso, Äthiopien, der
            Republik Liberia und Sierra Leone bietet die Toolbox bewährte
            Methoden zum Aufbau von Vertrauen, zur Förderung kollektiver
            Führung und zum Umgang mit Machtverhältnissen in komplexen
            Fragen der Regierungsführung (Welthungerhilfe et al. 2025).</p>

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2025/country-insights/sierra-leone-02.jpg" width="100%" height="auto" alt="Nachdem sie für ihre Landrechte gekämpft hat, klärt Marie Olimbo Sesay, Landbesitzerin und aktives Mitglied des Port Loko MAP, Frauen über den Customary Land Rights Act auf.">
            <figcaption>Nachdem sie für ihre Landrechte gekämpft hat, klärt Marie Olimbo Sesay, Landbesitzerin und aktives Mitglied des Port Loko MAP, Frauen über den Customary Land Rights Act auf.</figcaption>
        </figure>


        <ol class="case-study-footnote">
            <li id="fn-01">Diese Fallstudie wurde von der Welthungerhilfe (WHH) erstellt. Seit 2011 arbeitet die WHH-Initiative <em>Land for Life</em> mit finanzieller Unterstützung des BMZ mit lokalen Partnern in Burkina Faso, Äthiopien, Liberia und Sierra Leone, gemeinsam Herausforderungen in der Land-Governance anzugehen. Unterstützt durch die Civil Society Academy (CSA) und die Network Movement for Justice and Development
                (NMJD) leistet die WHH fachliche Begleitung, organisiert Workshops und vernetzt die Partnerorganisationen auf Länderebene mit relevanten Akteuren. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
        </ol>

    </div>

</div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2025-sierra-leone.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2025-sierra-leone.html</guid>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 17:20:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/2025-sierra-leone_thumb.jpg" length="74632" type="image/jpeg" />
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Länderstudie: Gesundheit von Kindern im Mandera-Dreieck stärken]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/2025-mandera-triangle_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>Auszehrung – ein zu geringes Gewicht für die Körpergröße – ist die gefährlichste Form der Mangelernährung bei Kindern. Weltweit sind jährlich 13,7 Millionen Kinder von Auszehrung betroffen und verursacht bis zu 20 Prozent der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren (Osendarp et al. 2025).</p><div class="zanah caseStudy">
    <h4 class="mb-0">Länderstudie:</h4>
    <h2>Gesundheit von Kindern im Mandera-Dreieck stärken</h2>

    <div class="columns">

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2025/country-insights/mandera-triangle-map_de.png" width="100%" height="auto" alt="Karte des Mandera-Dreiecks">
            <figcaption>Karte des Mandera-Dreiecks<br>
                <span style="width: 20px; height: 20px; border: 3px solid #a4142c;"></span>
                <span style="margin-top:7px;">Hanaano-Programm Einsatzregion</span>
            </figcaption>
        </figure>

        <p>Auszehrung – ein zu geringes Gewicht für die Körpergröße – ist
            die gefährlichste Form der Mangelernährung bei Kindern. Weltweit
            sind jährlich 13,7 Millionen Kinder von Auszehrung betroffen und
            verursacht bis zu 20 Prozent der Todesfälle bei Kindern unter fünf
            Jahren (Osendarp et al. 2025).</p>

        <p>Inzwischen ist vieles über die effektivsten Methoden zur
            Bekämpfung von Auszehrung bekannt. Die breite Einführung
            des community-basierten Managements akuter Mangelernährung
            (CMAM), ein Ansatz, der 2001 von Concern und Valid International
            entwickelt wurde, hat die Versorgung neu geprägt: Früherkennung
            und dezentralisierte Behandlung mit gebrauchsfertigen therapeutischen
            Lebensmitteln sind dadurch möglich geworden (WHO et
            al. 2007). Die Prävention von Auszehrung bleibt jedoch herausfordernd.
            Um ihre Entstehung bei Kindern zu verhindern, braucht
            es eine bessere Gesundheitsversorgung für die Mütter, eine
            optimale Ernährung der Säuglinge und Kleinkinder sowie einen
            Zugang zu sauberem Wasser, Sanitärversorgung und funktionierenden
            Gesundheitssystemen. Diese integrierten Ansätze werden
            jedoch noch nicht systematisch umgesetzt oder in ausreichendem
            Umfang finanziert.</p>

        <p>Im Jahr 2023 startete Concern Worldwide gemeinsam mit
            mehreren Partnern das Hanaano-Programm (hanaano bedeutet
            auf Somali „pflegen“), um das komplexe Problem der Auszehrung
            bei Kindern im Mandera-Dreieck anzugehen. Diese trockene bis
            halbtrockene Region, erstreckt sich über die Grenzen von Äthiopien,
            Kenia und <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">Somalia</a>.</p>

        <p>In kaum einer Region ist es schwieriger, seinen Lebensunterhalt
            zu bestreiten: Das Mandera-Dreieck weist eine der höchsten Raten
            von Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung am Horn von
            Afrika auf. Auf dem Höhepunkt der Dürreperiode von 2020 bis 2023
            lag die Rate akuter Mangelernährung in der Region bei 35 Prozent -
            mehr als doppelt so hoch wie die von der Weltgesundheitsorganisation
            festgelegte Notfallschwelle von 15 Prozent (IPC 2022).</p>

        <p>Angesichts der Komplexität der Auszehrungsprävention
            bei Kindern unterstützt das Hanaano-Programm Gemeinden im Mandera-Dreieck beim Aufbau lokaler Kapazitäten.
            Diese umfassen die Bereiche Gesundheit, Landwirtschaft,
            Ernährungssicherung, Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene,
            Sozialschutz und Umweltmanagement. Das Programm soll die
            Ernährung und Gesundheitsversorgung von Frauen und Kindern
            verbessern und zugleich durch gewinnbringende, klimaresiliente
            Strategien zur Sicherung des Lebensunterhalts stärken.
            Gleichzeitig soll ein Beitrag zur Evidenzbasis geleistet werden,
            auf die sich nationale und regionale Strategien stützen.</p>

        <p>Vorläufige Schätzungen zeigen, dass im ersten Jahr des
            Programms 1.600 Frauen an Mutter-zu-Mutter-Gruppen teilnahmen,
            800 Landwirt*innen Saatgut und landwirtschaftliche
            Geräte erhielten, 7.000 Menschen Zugang zu sauberem und
            sicherem Trinkwasser, 11.500 Landwirt*innen Zugang zu tierärztlichen
            Dienstleistungen und Medikamenten und mehr als
            251.000 Menschen durch Kampagnen zu Verhaltensänderungen
            erreicht wurden.</p>

        <p>Shinda (33), Mutter von sechs Kindern, berichtet, dass
            sie an Hanaano-Kochvorführungen zur Ergänzung ihrer landwirtschaftlichen Schulung teilgenommen hat. Durch diese Kurse
            versteht sie eigenen Angaben zufolge nun besser, wie sie mit dem,
            was sie zu Hause anbaut, nahrhafte Mahlzeiten zubereiten kann. Seit
            der Ernährungsumstellung sind ihre Kinder laut Shinda „jetzt stark,
            gesund und voller Energie“.</p>

        <p>Das Ziel des Hanaano-Programms ist es, innerhalb von drei
            Jahren die Auszehrung bei mehr als 305.000 Kindern in den
            ärmsten Gemeinden im Mandera-Dreieck zu verhindern. Das
            Programm soll außerdem durch aktives Lernen, kontextbezogene
            Programmanpassungen und lokale Advocacy-Aktivitäten
            Informationen liefern und die Wirksamkeit der lokalen, nationalen
            und globalen Strategien zur Prävention von Auszehrung erhöhen.</p>

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2025/country-insights/mandera-triangle.jpg" width="100%" height="auto" alt="Shinda besucht eine Mutter-zu-Mutter-Gruppe, in der Kochvorführungen angeboten werden und Informationen zu Ernährung und gesunden Mahlzeiten vermittelt werden.">
            <figcaption>Shinda besucht eine Mutter-zu-Mutter-Gruppe, in der Kochvorführungen angeboten werden und Informationen zu Ernährung und gesunden Mahlzeiten vermittelt werden.</figcaption>
        </figure>


        <ol class="case-study-footnote">
            <li id="fn-01">Diese Fallstudie wurde von Concern Worldwide erstellt. Das Hanaano-Programm wird von
                Irish Aid unterstützt, im Rahmen von Irlands Engagement zur Beendigung von Auszehrung
                bei Kindern, einer Zusage im Global Action Plan on Child Wasting. Es handelt sich um
                eine gemeinsame Initiative der zwischenstaatlichen Entwicklungsbehörde IGAD, Concern
                Worldwide, lokaler Partner (Rural Agency for Community Development and Assistance
                [RACIDA] in Kenia, Pastoralist Concern in Äthiopien und Lifeline Gedo in Somalia) sowie
                der Tufts University. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
        </ol>

    </div>

</div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2025-mandera-triangle.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2025-mandera-triangle.html</guid>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 17:03:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/2025-mandera-triangle_thumb.jpg" length="52382" type="image/jpeg" />
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Länderstudie: Veränderungen fördern: Transformation der Saatgutsysteme in der Zentralafrikanischen Republik]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/car_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>Als die 62-jährige Marie-Hélène Yanapou-Poutia 2019 einer lokalen Gruppe zertifizierter Saatgutproduzent*innen in Paoua in der Zentralafrikanischen Republik beitrat, suchte sie nach praktischen Lösungen für ihre zu niedrigen Erdnusserträge und den eingeschränkten Zugang zu hochwertigen landwirtschaftlichen Betriebsmitteln.</p><div class="zanah caseStudy">
    <h4 class="mb-0">Länderstudie</h4>
    <h2>Veränderungen fördern: Transformation der Saatgutsysteme in der Zentralafrikanischen Republik</h2>

    <div class="columns">

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2025/country-insights/car.jpg" width="100%" height="auto" alt="In der Zentralafrikanischen Republik tragen lokale Produzent*innen mit zertifiziertem Erdnusssaatgut zur Ernährungssicherheit bei und stärken gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit ländlicher Gemeinden.">
            <figcaption>In der Zentralafrikanischen Republik tragen lokale Produzent*innen mit zertifiziertem Erdnusssaatgut zur Ernährungssicherheit bei und stärken gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit ländlicher Gemeinden.</figcaption>
        </figure>

        <p>Als die 62-jährige Marie-Hélène Yanapou-Poutia 2019 einer
            lokalen Gruppe zertifizierter Saatgutproduzent*innen in Paoua
            in der Zentralafrikanischen Republik beitrat, suchte sie nach
            praktischen Lösungen für ihre zu niedrigen Erdnusserträge und
            den eingeschränkten Zugang zu hochwertigen landwirtschaftlichen
            Betriebsmitteln.</p>

        <p>Durch Schulungen, die von der <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">Welthungerhilfe</a> unterstützt
            wurden, erhielt Marie-Hélène Zugang zu nötigem Wissen
            und zu Ressourcen, um eigenständig hochwertiges, lokal angepasstes
            Saatgut zu produzieren und an Kleinbäuer*innen vor
            Ort zu verkaufen. Sie berichtet, dass sie dadurch seit 2019
            ihr Haushaltseinkommen um das Siebenfache steigern konnte,
            wodurch sie wiederum in die Ausbildung ihrer Kinder investieren,
            ihren Landbesitz ausweiten und Nutztiere züchten konnte.</p>

        <p>Ihr Erfolg steht stellvertretend für einen größeren Wandel.
            Seit über zwei Jahrzehnten ist die Zentralafrikanische Republik
            von politischer Instabilität und bewaffneten Konflikten geprägt,
            die das Leben auf dem Land und die staatlichen Institutionen
            stark beeinträchtigen. 2013 lösten ein Staatsstreich und weit
            verbreitete interkommunale Gewalt eine Krise aus, die zu
            massiven Vertreibungen, anhaltender Unsicherheit und einer
            Zerstörung des Saatgutsystems führte (Weltbank 2022).
            Forschungsstationen wurden zerstört und genetisches Material
            ging verloren, sodass Kleinbäuer*innen keinen gesicherten
            Zugang zu Saatgut mehr hatten.</p>

        <p>Seit 2014 unterstützt die Welthungerhilfe den Wiederaufbau
            dieser lebenswichtigen landwirtschaftlichen Dienstleistungen.
            In enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen
            Partnern wurden fünf Forschungsstationen und der Hauptsitz des nationalen Forschungsinstituts Institut Centrafricain
            de la Recherche Agronomique (ICRA) instandgesetzt. Der
            Schwerpunkt des Projekts verlagerte sich von akuter Nothilfe
            hin zu einem langfristigen, systemischen Wandel: Forschungsund
            Beratungsdienstleistungen wurden ausgebaut und qualitätsgeprüfte
            Saatgutsorten durch lokale Produzenten*innen
            landesweit wieder eingeführt und vermehrt.</p>

        <p>Heute spielen Landwirt*innen wie Marie-Hélène eine
            Schlüsselrolle in diesem System. Als geschulte und zertifizierte
            Produzent*innen vermehren sie hochwertiges Saatgut
            für wichtige Nutzpflanzen aus der Forschung des ICRA. So verbinden
            sie wissenschaftliche Innovation mit lokaler Praxis und
            verbessertem Marktzugang. Dieses Beispiel zeigt, wie nachhaltige
            Investitionen in lokal verankerte Landwirtschaft die
            Ernährungssicherung stärken und den Grundstein für langfristigen
            Strukturwandel legen können.</p>


        <ol class="case-study-footnote">
            <li id="fn-01">Diese Fallstudie wurde von der Welthungerhilfe (WHH) erstellt und ist durch das
                Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
                Das Projekt arbeitet eng mit nationalen Partnern wie der Agence Centrafricain
                de Développement Agricole (ACDA), dem Institut Centrafricain de la Recherche
                Agronomique (ICRA) und dem Office National de Semences (ONASEM) zusammen. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
        </ol>

    </div>

</div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2025-central-african-republic.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2025-central-african-republic.html</guid>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 16:51:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/car_thumb.jpg" length="62300" type="image/jpeg" />
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Länderstudie: Ein Weg aus der Armut in Ruanda]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/2025-rwanda_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>Nadine (35) und Theoneste (42) leben mit ihren drei Kindern in einer ländlichen Region Ruandas.</p><div class="zanah caseStudy">
    <h4 class="mb-0">Länderstudie</h4>
    <h2>Ein Weg aus der Armut in Ruanda</h2>

    <div class="columns">

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2025/country-insights/rwanda-01.jpg" width="100%" height="auto" alt="Theoneste stands under a fruit tree on his rented farming
land. He sells the produce he grows here at the market, generating income to provide for his three daughters.">
            <figcaption>Theoneste steht unter einem Obstbaum auf seinem gepachteten Ackerland. Er verkauft die hier angebauten Erzeugnisse auf dem Markt und verdient damit Geld, mit dem er für seine drei Töchter sorgt.</figcaption>
        </figure>

        <p>Nadine (35) und Theoneste (42) leben mit ihren drei Kindern in einer ländlichen Region Ruandas. Sie standen vor denselben Herausforderungen wie Millionen andere Menschen weltweit, die in extremer Armut leben: Ob sie Lebensmittel anbauen oder als Landarbeiter Geld verdienen konnten, hing vom Wetter ab – blieb die Regenzeit aus, gab es weder Arbeit noch Nahrung. Ein weiteres Problem, erzählt Nadine, war der Mangel an Nutztieren: „Für eine gute Ernte braucht man Dünger.“</p>

        <p>Heute gehören Nadine und Theoneste zu den 1.400 Haushalten, die am Green Graduation Programme von Concern Worldwide in Ruanda <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">teilnehmen.</a> Das Programm zielt darauf ab, den Kreislauf der Armut durch einen „Big-Push“-Ansatz zu durchbrechen, der mehrere Dimensionen der Armut gleichzeitig angeht. Das Programm kombiniert eine Einkommensunterstützung, Schulungen in technischen und unternehmerischen Fähigkeiten, Coaching und Mentoring, den Zugang zu Finanzdienstleistungen sowie die Bereitstellung von Startkapital oder Vermögenswerten. Seit 2007 hat Concern solche Programme in 11 Ländern – Bangladesch, Burundi, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Haiti, Malawi, Pakistan, Ruanda, Somalia und Sambia – umgesetzt und damit 172.846 Menschen erreicht.</p>

        <p>Im Rahmen des Green Graduation Programmes 2023 in
            Ruanda erhielten Nadine und Theoneste Schulungen zu klimafreundlichen
            Anbaumethoden sowie Geldtransfers und andere
            Programmleistungen. Sie berichten, dass sie ein Schwein gekauft
            haben, dessen Mist sie zur Herstellung von organischem Dünger
            verwenden, den sie wiederum in ihrem Hausgarten zum Anbau von Bohnen, Papaya und Mango ausbringen. Theoneste pachtet
            zudem Land, um weitere Lebensmittel anzubauen, die er
            auf dem Markt verkauft. Mit dem Einkommen finanzieren sie
            die Bildung ihrer Kinder, die Krankenversicherung und notwendige
            Renovierungsarbeiten an ihrem Haus. Sie legen zusätzliches
            Einkommen, das sie sparen können, in der Spar- und
            Kreditgruppe des Dorfes an – eine Initiative, die auch andere
            Familien in der Gemeinschaft unterstützt.</p>

        <p>Ähnlich zeigen Ergebnisse aus mehreren Graduation-
            Programmen von Concern, dass die Teilnehmer*innen Fortschritte
            in Bereichen wie Vermögensaufbau, Ernährungssicherheit,
            Ausgaben für Grundbedürfnisse, Ersparnisse, Fähigkeit zur
            Kreditaufnahme und -rückzahlung, Investitionen in Bildung,
            Investitionen in Gesundheit und Präventionsmaßnahmen sowie
            in ihren Hygienepraktiken erzielt haben (Concern Worldwide
            o. D., 2022, 2024; Trinity College Dublin, TIME und Concern
            Worldwide 2023). Weitere Forschung soll untersuchen, wie nachhaltig
            diese Wirkungen langfristig sind und wie das Kosten-
            Nutzen-Verhältnis des Programms ausfällt.</p>


        <ol class="case-study-footnote">
            <li id="fn-01">Diese Fallstudie wurde von Concern Worldwide erstellt. Das 2002 von BRAC in
                Bangladesch entwickelte Graduation-Modell wurde von vielen Organisationen, darunter
                auch Concern, adaptiert. Concern arbeitet seitdem mit Forschungspartnern wie Trinity
                College Dublin und dem Centre for Social Protection am Institute of Development
                Studies zusammen. Daraus entstanden innovative Ansätze wie das Green Graduation
                Programme, das Elemente ökologischer Nachhaltigkeit integriert. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
        </ol>

    </div>

    <code class="elx5_plugin"></code>

</div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2025-rwanda.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2025-rwanda.html</guid>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 16:26:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/2025-rwanda_thumb.jpg" length="50678" type="image/jpeg" />
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Projektbeispiel: Schulungen zu Landwirtschaft und Ernährung zur Stärkung der Klimaresilienz im Tschad]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/chad_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>Mahadia, 24 Jahre alt, ist eine verheiratete Mutter dreier Kinder in einem der 2.400 Haushalte, die am Green Graduation Programme von Concern Worldwide in der Region Sila im Tschad teilnehmen.</p><div class="zanah caseStudy">
    <h4 class="mb-0">PROJEKTBEISPIEL</h4>
    <h2>Schulungen zu Landwirtschaft und Ernährung zur Stärkung der Klimaresilienz im Tschad</h2>

    <div class="columns">

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2024/country-insights/chad.jpg" width="100%" height="auto" alt="Mahadia wendet in der Region Sila im Tschad Verfahren der Klima-smarten Landwirtschaft an, wie etwa die Diversifizierung der Anbaupflanzen und eine konservierende Landwirtschaft.">
            <figcaption>Mahadia wendet in der Region Sila im Tschad Verfahren der Klima-smarten Landwirtschaft an, wie etwa die Diversifizierung der Anbaupflanzen und eine konservierende Landwirtschaft.</figcaption>
        </figure>

        <p class="mt-0">Mahadia, 24 Jahre alt, ist eine verheiratete Mutter dreier Kinder in einem der 2.400 Haushalte, die am Green Graduation Programme von Concern Worldwide in der Region Sila im Tschad <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">teilnehmen.</a> Das Programm unterstützt Einzelpersonen und Familien dabei, ihre Grundbedürfnisse zu decken, Existenzgrundlagen zu stärken und ihre Bewältigungsstrategien nachhaltig zu verbessern.</p>

        <p>Im Tschad leben etwa 80 Prozent der Bevölkerung vom Regenfeldbau und von der Viehzucht – eine Lebensweise, die immer schwieriger wird, da unregelmäßige Regenfälle zu Dürren und Überschwemmungen führen (Bahal’okwibale
            and Woldegiorgis 2023). Für Mahadia und ihre Familie, die vom Regenfeldbau abhängig ist, wurde ihre Nahrungs- und Einkommensquelle unsicher. Ohne Einkommen hatte Mahadia keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und konnte es sich nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken.</p>

        <p>„Unser Leben war sehr schwierig“, erzählt sie. „Wir haben nur auf unseren Höfen gearbeitet und hatten sonst nicht viel zu tun. Wir waren immer von den Regenfällen abhängig. Wenn es regnete, pflanzten wir, und wenn jemand gut angepflanzt hatte, konnte er ernten und durch den Verkauf auf dem Markt etwas Geld verdienen. Wenn es nicht regnete, dann gab es für uns nichts zu tun. Wir konnten nichts anderes tun, um Geld zu verdienen.“</p>

        <p>Durch das Green Graduation Programme hat Mahadia Geld bekommen, das sie für die Schulgebühren ihrer beiden älteren Kinder verwendet hat. Als in der Gemeinde Dorfspar- und Kreditvereinigungen gegründet wurden und die Mitglieder eine kaufmännische Schulung erhielten, konnte Mahadia Geld sparen und sich so eine Gesundheitsversorgung leisten.</p>

        <p>Mahadia wurde auch in klimafreundlicher Landwirtschaft geschult und erlernte dabei Techniken wie die konservierende Landwirtschaft, die der Bodendegradation vorbeugt und die Bodenfruchtbarkeit sowie die Diversifizierung des Anbaus erhöht. Sie produziert nun Nahrungsmittel, die sich an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen. „Durch [Concern] haben wir auch viel über Hygiene und die Sanitärversorgung sowie über Gartenarbeit gelernt. In meinem Garten habe ich Wassermelonen, Bohnen, Tomaten, Gurken und Erbsen angepflanzt. Normalerweise verkaufe ich diese Pflanzen auf dem Markt, und das Geld, das ich erhalte, hilft meiner Familie“, sagt Mahadia. Die Ernährungsschulung hat Mahadia gezeigt, wie sie mit frischem Gemüse und Obst aus ihrem Garten gesündere und nahrhaftere Mahlzeiten für ihre Familie zubereiten kann.</p>

        <ol class="case-study-footnote">
            <li id="fn-01">Dieses Projektbeispiel wurde von Concern Worldwide erstellt. Der Green-Graduation-Ansatz wird in Programmen in Bangladesch, Burundi, Tschad, der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Ruanda und Somalia umgesetzt. Schätzungsweise werden zwischen 2023 und 2027 mehr als 320.000 Menschen von den Programmen profitieren. Das Green Graduation Programme im Tschad wird von Irish Aid finanziert und von der Whole Planet Foundation mitfinanziert. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
        </ol>

    </div>

</div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2024-chad.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2024-chad.html</guid>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 11:09:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/chad_thumb.jpg" length="53490" type="image/jpeg" />
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Projektbeispiel: Erkundung neuer Geschlechternormen in Malawi]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/malawi_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>Margaret Kamwendo und ihr Mann Jackson Adam leben in einem kleinen Dorf im Bezirk Mangochi in Malawi, wo sie am Graduation Programme von Concern Worldwide teilnehmen.</p><div class="zanah caseStudy">
    <h4 class="mb-0">PROJEKTBEISPIEL</h4>
    <h2>Erkundung neuer Geschlechternormen in Malawi</h2>

    <div class="columns">

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2024/country-insights/malawi.jpg" width="100%" height="auto" alt="Jackson Adam und seine Frau Margaret Kamwendo aus dem Bezirk Mangochi, Malawi, haben an allen zwölf Sitzungen von Umodzi teilgenommen, einem Programm, das für die Veränderung von Geschlechternormen ins Leben gerufen wurde.">
            <figcaption>Jackson Adam und seine Frau Margaret Kamwendo aus dem Bezirk Mangochi, Malawi, haben an allen zwölf Sitzungen von Umodzi teilgenommen, einem Programm, das für die Veränderung von Geschlechternormen ins Leben gerufen wurde.</figcaption>
        </figure>

        <p class="mt-0">Margaret Kamwendo und ihr Mann Jackson Adam leben in einem kleinen Dorf im Bezirk Mangochi in Malawi, wo sie am Graduation Programme von Concern Worldwide teilnehmen, das Armut bekämpft und geschlechtsspezifische Veränderungen fördert.</p>

        <p>Als eines der ärmsten Länder der Welt rangiert Malawi konstant auf einem der hinteren Plätze des Index für menschliche Entwicklung – im Jahr 2022 lag es auf Platz 172 von 193 Ländern (UNDP 2024). 80 Prozent der Bevölkerung sind von der Landwirtschaft abhängig und daher besonders anfällig für Klimaschocks. Um Armut zu bekämpfen und die Resilienz gegenüber dem Klimawandel zu stärken, bietet das Graduation Programme in Abhängigkeit von den Bedürfnissen der einzelnen Personen Maßnahmen wie Geldtransfers, kaufmännische Schulungen und Schulungen im Bereich klimagerechte Landwirtschaft.</p>

        <p>Ein Teil dieses Programms, bekannt als Umodzi (was „vereint“ bedeutet), bringt Paare dazu, über Geschlechternormen, Macht, Entscheidungsfindung, Haushaltsplanung, Gewalt, positive Elternschaft und gesunde Beziehungen nachzudenken und zu <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">diskutieren.</a> In Einzel- und Gruppensitzungen reflektieren die Paare über Stereotype und Herausforderungen. Als Ergebnis der Sitzungen berichten die Ehefrauen, dass ihre Männer sie nun bei Entscheidungen einbeziehen und angefangen haben, sich im Haushalt und an der Kinderbetreuung zu beteiligen, und dass Konflikte und Gewalt im Haushalt zurückgegangen sind.</p>

        <p>Jackson und Margaret haben alle zwölf Sitzungen des Umodzi-Programms absolviert und nutzen das Gelernte, um Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Gemeinsam besprechen und vereinbaren sie, wie sie ihr Einkommen ausgeben, und Jackson beteiligt sich nun stärker an Haushalt und Kinderbetreuung. Sie haben das Gelernte auch an ihre sechs Kinder weitergegeben und ihnen Respekt und gegenseitige Unterstützung beigebracht. Margaret wünscht sich, dass das ganze Dorf an solchen Schulungen teilnehmen könnte: „Wenn das ganze Dorf mitmachen würde, hätte das einen großen Einfluss.“</p>

        <ol class="case-study-footnote">
            <li id="fn-01">Dieses Projektbeispiel wurde von Concern Worldwide erstellt. Umodzi war ein gender-transformativer Ansatz im Rahmen des Graduation Programme, das in Malawi von 2017 bis 2023 mit Finanzierung durch die Europäische Union lief. Es wurde in Partnerschaft mit Sonke Gender Justice durchgeführt. Das Programm bildete die Grundlage für eine Studie des Trinity College Dublin, in der die Barrieren untersucht wurden, mit denen
                Frauen auf ihrem Weg aus der Armut konfrontiert sind. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
        </ol>

    </div>

</div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2024-malawi.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2024-malawi.html</guid>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 10:32:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/malawi_thumb.jpg" length="33290" type="image/jpeg" />
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Projektbeispiel: Nutzung der Viehwirtschaft zur Verbesserung der Klimaresilienz, Ernährung und Gendergerechtigkeit in Somalia]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/somalia_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>In Somalia hat der Klimawandel Auswirkungen auf das gesamte Ernährungssystem, von der Produktion bis zum Verbrauch.</p><div class="zanah caseStudy">
    <h4 class="mb-0">PROJEKTBEISPIEL</h4>
    <h2>Nutzung der Viehwirtschaft zur Verbesserung der Klimaresilienz, Ernährung und Gendergerechtigkeit in Somalia</h2>

    <div class="columns">

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2024/country-insights/somalia.jpg" width="100%" height="auto" alt="Madiino Sheeq Ahmadeey hat einen gut laufenden Viehzuchtbetrieb, der ihr den Verkauf von Frischmilch im
Bezirk Beledweyne in Somalia ermöglicht.">
            <figcaption>Madiino Sheeq Ahmadeey hat einen gut laufenden Viehzuchtbetrieb, der ihr den Verkauf von Frischmilch im Bezirk Beledweyne in Somalia ermöglicht.</figcaption>
        </figure>

        <p class="mt-0">In Somalia hat der Klimawandel Auswirkungen auf das gesamte Ernährungssystem, von der Produktion bis zum Verbrauch. Die zunehmenden Naturkatastrophen und Wirtschaftskrisen verschärfen die Ernährungsunsicherheit, besonders für vulnerable Bevölkerungsgruppen. Die Genderungleichheit verschärft diese Probleme, indem sie den Zugang von Frauen zu Ressourcen und Entscheidungsbefugnissen einschränkt. Die Bewältigung dieser verflochtenen Herausforderungen ist entscheidend für nachhaltige Entwicklung.</p>

        <p>Madiino Sheeq Ahmadeey, eine 40-jährige Mutter von acht Kindern im Dorf Beledsalaam im Bezirk Beledweyne, hat ihr Einkommen bisher durch den Verkauf von Milch und Fleisch ihrer Ziegenzucht auf dem öffentlichen Markt erzielt. Die anhaltende Dürre führte jedoch zum Tod von vier Ziegen, und die steigenden Lebensmittelpreise machten es ihr schwer, ihre Kinder zu ernähren und ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen.</p>

				<p>Kurz nachdem sie ihre letzten beiden Ziegen verkaufen musste, um die Grundbedürfnisse ihrer Familie zu decken, hat ein Projekt zur Förderung von Klimaresilienz, Ernährung und Gendergerechtigkeit Abhilfe <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">geschaffen:</a></p>
				
				<p>„Ich war sehr glücklich, als ich hörte, dass ich fünf Ziegen bekommen sollte, denn ich hatte erst kürzlich mein Vieh verloren. Es hat fast einen Tag gedauert, bis ich wirklich realisieren konnte, dass ich in einer sehr nervenaufreibenden Zeit Ziegen bekommen hatte“, erinnert sich Madiino.</p>
				
				<p>Seitdem Madiino die Ziegen sowie eine Schulung in nachhaltiger Viehwirtschaft erhalten hat, hat sich ihre Situation deutlich verbessert. Ihre Herde wuchs auf acht Ziegen, und durch den Verkauf einer Ziege konnte sie Hühner kaufen. Jetzt, mit sieben Ziegen und vier Hühnern, verkauft sie täglich frische Milch und Eier, was ihr ein regelmäßiges Einkommen sichert und die Ernährungssicherheit ihrer Familie verbessert. Ihre Rolle als
Hauptverdienerin in ihrem Haushalt stärkt zudem ihre Position innerhalb ihres Haushalts und ihrer Gemeinde.</p>

            <ol class="case-study-footnote">
                <li id="fn-01">Dieses Projektbeispiel wurde von der Welthungerhilfe (WHH) erstellt. Das WHH-Projekt, das vom Centre for Peace and Democracy (CPD) und von der Sustainable Development and Peacebuilding Initiative (SYPD) mit finanzieller Unterstützung der norwegischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (NORAD) durchgeführt wird, zielt darauf ab, die Gendergerechtigkeit zu fördern und die Ernährungssicherheit und Resilienz
von Kleinbauern und -bäuerinnen, Pastoralist*innen und Agro-Pastoralist*innen, die von den hohen Lebensmittelpreisen und der derzeitigen Dürre betroffen sind, sowie von gefährdeten Haushalten, die von Unterernährung bedroht sind, zu erhöhen. Zu den Maßnahmen gehören die Bereitstellung von Gemeinschaftsgütern für eine klimaresiliente landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion, Schulungen zur Gendergerechtigkeit und Inklusion sowie soziale Sicherungsmaßnahmen. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
            </ol>

    </div>

</div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2024-somalia.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2024-somalia.html</guid>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 10:14:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/somalia_thumb.jpg" length="77489" type="image/jpeg" />
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Projektbeispiel: Stärkung von Frauen in den Bereichen Ernährung und Klimaresilienz in Nepal]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/nepal_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>Das Infragestellen des Patriarchats und das Fördern von Verhaltensänderungen erfordern Zeit, insbesondere in Regionen wie dem Terai, wo diese Maßnahmen auf Widerstand stoßen.</p><div class="zanah caseStudy">
    <h4 class="mb-0">PROJEKTBEISPIEL</h4>
    <h2>Stärkung von Frauen in den Bereichen Ernährung und Klimaresilienz in Nepal</h2>

    <div class="columns">

        <figure class="case-study mt-10 mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2024/country-insights/nepal.jpg" width="100%" height="auto" alt="Die WHH-Gesundheitsfreiwilligen Nita und Reshmi im Gespräch mit Smita vom
Programm Nutrition Smart CommUNITY in der Region Terai in Nepal.">
            <figcaption>Die WHH-Gesundheitsfreiwilligen Nita und Reshmi im Gespräch mit Smita vom Programm Nutrition Smart CommUNITY in der Region Terai in Nepal.</figcaption>
        </figure>

        <p class="mt-0">Strenge patriarchalische Normen bestimmen die Entscheidungen innerhalb von Familien in der konservativen Terai-Region in Nepal. Die Frauen in der Region – vor allem solche aus ethnischen Minderheiten und mit niedrigem sozialem Status – sind stark von Armut, sozialer Ausgrenzung und Marginalisierung betroffen und können ihre wirtschaftlichen, reproduktiven, gesundheitlichen und politischen Rechte nicht frei ausüben.</p>

        <p>Diese Herausforderungen zeigen sich auch im Leben von Nita Patel, einer jungen Mutter, bei deren dreijähriger Tochter vor einem Jahr eine schwere akute Unterernährung diagnostiziert wurde. Nita weiß bis heute nicht, ob ihre Tochter außer Gefahr ist, denn sie konnte weder an der zweiten Vorsorgeuntersuchung ihres Kindes noch an den regelmäßigen Ernährungstreffen teilnehmen,
            für die sie sich einst erwartungsvoll angemeldet hatte. Laut Smita Pal, die mit FORWARD Nepal im Rahmen des Programms Nutrition Smart <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">CommUNITY</a> zusammenarbeitet, ist es für das Gesundheitspersonal oft schwierig, Frauen aus ländlichen Gebieten wie Nita in solchen Programmen zu halten. „Sie dürfen nicht ohne die Erlaubnis oder Begleitung eines Mannes ausgehen. Es fehlt ihnen an Raum und Möglichkeiten, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen“, so Pal. Jegliche Form von Veränderung stößt oft auf den Widerstand der Schwiegereltern oder anderer Familienmitglieder. Daher ist es essenziell, sowohl bei Männern als auch bei Frauen für eine Verhaltensänderung zu werben.</p>

        <p>Der Nutrition-Smart-CommUNITY-Ansatz kombiniert systemische Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen, um die Ursprünge von chronischem Hunger und Mangelernährung durch vier Schlüsselstrategien anzugehen: Förderung von Verhaltensänderungen auf Haushaltsebene, Stärkung und Unterstützung gemeindebasierter Institutionen, Aktivierung und Verbesserung ernährungsrelevanter Leistungen und Förderung
            eines multisektoralen, gemeinschaftsbasierten Ansatzes zur Verwirklichung des Rechts auf Nahrung.</p>

        <p>Das Programm zielt darauf ab, die Kompetenzen der Betreuungspersonen zu verbessern, um Mangelernährung sowohl in der Familie als auch im größeren Umfeld zu verhindern. Das beinhaltet auch die Schulung bezüglich der Zubereitung von Super Cereals. Diese sehr nahrhafte Mahlzeit beinhaltet lokal verfügbare, klimaresistente Lebensmittel wie Mais, Hirse, Hülsenfrüchte, Erbsen, Weizen, Sojabohnen, braunen Reis und verschiedene saisonale Früchte. Nita hat dieses Rezept gelernt und in den täglichen Speiseplan ihrer Tochter integriert. „Ich muss dafür nicht betteln oder meinen Mann oder meine Schwiegereltern um zusätzliches Geld bitten. Diese Zutaten sind auf unserem Hof oder zu Hause leicht erhältlich“, erzählt Nita.</p>

        <p>Viele Männer wandern aus, um zu arbeiten, und überlassen die finanzielle Kontrolle der Familie oft ihren Vätern. Dadurch fehlt es den Frauen häufig an finanzieller Freiheit und Kaufkraft.
            Die Förderung kostengünstiger Rezepte und die Verbesserung des Zugangs von Frauen zu Wissen über die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Management natürlicher Ressourcen und Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene sind entscheidend, um die Handlungskompetenz von Frauen zu stärken und Mangelernährung zu bekämpfen.</p>

        <p>Um einen dauerhaften Wandel herbeizuführen, schult das Programm auch Männer über nahrhafte Lebensmittel. Im Rahmen von Farmer Field Schools lernen Männer und Frauen in der Gemeinde etwas über diverse Nutzpflanzen, gesunde Ernährung und nachhaltige Anbaumethoden, die die Ernährung und die Klimaresilienz verbessern. Diese Methoden beinhalten traditionelle, lokale und klimaresiliente Pflanzensorten wie Hirse sowie selbst hergestellten Biodünger und Bio-Pestizide, bekannt als jholmal. Nita und ihr Schwiegervater wenden diese Technikengemeinsam auf ihrem Hof an und tragen so zur Klimaresilienz bei. Zudem werden staatliche Einrichtungen geschult, um den Wandel nachhaltig zu unterstützen und Leistungen besser an die Gemeinschaft anzupassen. Um den Status der Frauen in den Gemeinden und darüber hinaus zu verbessern, stärkt das Programm auch die Führungs- und Handlungskompetenzen von Frauen, die Entscheidungsfunktionen in der lokalen Verwaltung übernehmen, zum Beispiel in Mikroplanungsprozessen, Spargruppen oder Wasserkomitees.</p>

        <p>Das Infragestellen des Patriarchats und das Fördern von Verhaltensänderungen erfordern Zeit, insbesondere in Regionen wie dem Terai, wo diese Maßnahmen auf Widerstand stoßen. Der Fortschritt zeigt sich jedoch in Frauen wie Nita, die ein besseres Bewusstsein für ihre eigene Gesundheit und die ihrer Kinder entwickeln. Dies verdeutlicht, dass Ausbildung, Schulung, Zuhören und die Befähigung von Familien zur Übernahme neuer Verhaltensweisen erfolgreich Widerstände überwinden können.</p>


            <ol class="case-study-footnote">
                <li id="fn-01">Dieses Projektbeispiel wurde von der Welthungerhilfe (WHH) erstellt. Nutrition Smart CommUNITY ist ein multisektoraler Ansatz, um Dorfgemeinschaften dabei zu helfen, die komplexen Ursachen des Hungers durch Selbsthilfe und nachhaltige Methoden ganzheitlich zu bekämpfen. In Nutrition Smart CommUNITYs arbeiten Menschen, lokale Organisationen und Behörden zusammen, um die Ernährung zu verbessern, indem sie
die Landwirtschaft, die Gesundheit, die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen und die Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung (WASH) verbessern und dabei bewährte Methoden aus Ernährungsprojekten auf der ganzen Welt einbeziehen. Das Programm hat zunächst mit zwei Dörfern begonnen, inzwischen ist es auf 670 Modelldörfer in Bangladesch, Indien und Nepal ausgeweitet worden. Innerhalb von vier Jahren haben sich die Dörfer zu Zentren des Wissens und des Lernens entwickelt, auch für benachbarte Gemeinden. Die WHH weitet das Konzept nun auf Burundi, Äthiopien, Malawi, Sierra Leone und Tadschikistan aus. Die Initiative wird hauptsächlich vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und von Irish Aid finanziert. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
            </ol>

    </div>

</div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2024-nepal.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2024-nepal.html</guid>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 09:28:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles5/nepal_thumb.jpg" length="39838" type="image/jpeg" />
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Projektbeispiel: Resilienz durch Jungunternehmertum in der Zentralafrikanischen Republik]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles4/case-study-central-african-republic_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>Fortlaufende Krisen in der Zentralafrikanischen Republik haben die öffentlichen und privaten Institutionen geschwächt, zur Zerstörung der sozialen und Bildungsinfrastruktur geführt und den Lebensstandard der Bevölkerung verschlechtert.</p><div class="zanah caseStudy">
        <h4>PROJEKTBEISPIEL</h4>
        <h2>Resilienz durch Jungunternehmertum in der Zentralafrikanischen Republik</h2>

        <figure class="case-study mb-30">
            <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2023/country-insights/central-african-republic.jpg" width="100%" height="auto" alt="Nazaire Namkomana (29 Jahre) hat eine Ausbildung zum Geflügelzüchter absolviert und vergrößert nun stetig seine eigene Schar.">
            <figcaption>Nazaire Namkomana (29 Jahre) hat eine Ausbildung zum Geflügelzüchter absolviert und vergrößert nun stetig seine eigene Schar.</figcaption>
        </figure>

        <div class="columns">

            <p class="mt-0">Fortlaufende Krisen in der Zentralafrikanischen Republik haben die öffentlichen und privaten Institutionen geschwächt, zur Zerstörung der sozialen und Bildungsinfrastruktur geführt und den Lebensstandard der Bevölkerung verschlechtert. Junge Menschen sind besonders betroffen, da sie oft noch keine grundlegenden beruflichen Fertigkeiten entwickelt haben und, wenn sie nicht in das gesellschaftliche Leben integriert sind, leicht zur Zielscheibe für die Rekrutierung durch bewaffnete Milizen werden (UN OCHA 2023b).</p>

            <p>Vor diesem Hintergrund soll das Projekt Agricultural Vocational Training for Unemployed and Internally Displaced <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">Youth</a> dazu beitragen, das Leben junger Menschen zwischen 18 und 35 in der Region Bangui sozial und wirtschaftlich zu stabilisieren und Migration und Kriminalität zu verringern. Dabei werden die Teilnehmenden in verschiedenen landwirtschaftlichen Bereichen ausgebildet und erhalten – ergänzt durch ein weiteres Projekt – Unterstützung bei der Gründung eines eigenen Unternehmens, damit sie sich nachhaltig in die Wirtschaftsund Ernährungssysteme ihrer Gemeinschaft integrieren können.</p>

            <p>Nazaire Namkomana ist Absolvent des landwirtschaftlichen Berufsbildungszentrums für Geflügelzucht, wo er 2019 seine Ausbildung begonnen hat. Mit seinen neuen Fertigkeiten kann er ein Einkommen erzielen und die Ernährungssicherheit seiner Familie gewährleisten. „Vor der Ausbildung musste ich mir Sorgen um die Ernährung meiner Familie machen, denn manchmal hatten wir nicht genug zu essen“, berichtet er. „Jetzt ist sogar die Schulbildung meiner Kinder sichergestellt. Ich hatte keine Ahnung von der Geflügelzucht und auch keine Möglichkeit, sie zu betreiben, obwohl ich durchaus Interesse daran hatte. Nach der Ausbildung begann ich mit einer Herde von 50 Küken, dann bestellte ich 100, danach 150, und jetzt habe ich 200 Küken geordert.“</p>

            <p>Nach seiner eigenen Ausbildung gab Nazaire sein Wissen an andere junge Interessierte weiter: „Mein Ziel ist es, meinen kleinen Betrieb in ein großes Produktionsunternehmen umzuwandeln, damit ich nicht nur für meine Familie sorgen und meine Kinder auf die besten Schulen schicken, sondern auch die Armut unter den jungen Leuten in meiner Gemeinde verringern kann.“</p>

            <ol class="case-study-footnote">
                <li id="fn-01">Dieses Projektbeispiel wurde von der Welthungerhilfe erstellt. Das weiterführende Projekt heißt „Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen und junge Erwachsene schaffen“. Beide Projekte werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und von der Welthungerhilfe durchgeführt. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
            </ol>

        </div>

    </div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2023-car.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2023-car.html</guid>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 14:05:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles4/case-study-central-african-republic_thumb.jpg" length="43240" type="image/jpeg" />
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Projektbeispiel: Unterstützung lokaler Lebensmittelhändler*innen in Haiti]]></title>
		<description><![CDATA[<img style="margin:5px; float:left;" src="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles4/case-study-haiti_thumb.jpg" alt="Länderstudien" /> <p>Die Menschen in Haiti erleben eine Phase extremer politischer Instabilität und Gewalt. Armut, Vertreibung und Hunger nehmen zu, insbesondere in der Hauptstadt Port-au-Prince.</p><div class="zanah caseStudy">

    <h4>PROJEKTBEISPIEL</h4>
    <h2>Unterstützung lokaler Lebensmittelhändler*innen in Haiti</h2>

    <figure class="case-study mb-30">
        <img src="https://www.globalhungerindex.org/images/2023/country-insights/haiti.jpg" width="100%" height="auto" alt="Josef Quetal (27 Jahre) betreibt einen Lebensmittelstand auf dem Ti-Ayiti-Markt in Cité Soleil, Haiti.">
        <figcaption>Josef Quetal (27 Jahre) betreibt einen Lebensmittelstand auf dem Ti-Ayiti-Markt in Cité Soleil, Haiti.</figcaption>
    </figure>

    <div class="columns">

        <p class="mt-0">Die Menschen in Haiti erleben eine Phase extremer politischer Instabilität und Gewalt. Armut, Vertreibung und Hunger nehmen zu, insbesondere in der Hauptstadt Port-au-Prince. Das Epizentrum ist die dicht bevölkerte Gemeinde Cité Soleil, in der die Bandenkriege eine noch nie dagewesene Brutalität erreicht haben. Allein an einem einzigen Tag, dem 8. Juli 2022, wurden dort 95 Personen, darunter sechs Kinder, von Bandenmitgliedern ermordet (UN OHCHR 2023).</p>

        <p>Da die Gewalt zugenommen hat und die Bewegungsfreiheit der Menschen in Cité Soleil immer stärker eingeschränkt wird, ist die dortige Bevölkerung verstärkt auf lokale Lebensmittelhändler*innen angewiesen, die aufgrund der schwierigen Bedingungen jedoch selbst nur schlecht an Ware kommen. Die verfügbaren Nahrungsmittel sind von minderer Qualität, wodurch sich die Ernährung der Bevölkerung verschlechtert.</p>

        <p>Das Programm Manje Pi Byen („Besser essen“), das von Concern und lokalen <a aria-describedby="footnote-label" class="fn-ref" href="#fn-01" id="fn-01-ref">Partnerorganisationen</a> durchgeführt und von der U.S. Agency for International Development unterstützt wird, verfolgt das Ziel, die Widerstandsfähigkeit besonders vulnerabler Menschen in Cité Soleil zu verbessern und ihnen den Weg aus der extremen Armut zu ebnen. Es besteht aus vier Kernkomponenten:</p>

        <ol>
            <li>Unterstützung bei Ernährung und Ernährungssicherheit</li>
            <li>Wirtschaftliche Erholung und Marktsysteme;</li>
            <li>Schutz vor und Hilfe bei geschlechtsspezifischer Gewalt</li>
            <li>Wasser, Sanitärversorgung, Hygiene.</li>
        </ol>

        <p>Die Aktivitäten zur Ernährungssensibilisierung sollen die Ernährungsgewohnheiten der Menschen langfristig verbessern. Hauptziel der Maßnahmen zur Stärkung der Kapazitäten ist die nachhaltige Stabilisierung der Lebensgrundlagen und der Einkommensquellen der Lebensmittelhändler*innen; zugleich werden sie dabei unterstützt, ihre Kundschaft mit hochwertigen Nahrungsmitteln zu versorgen.</p>

        <p>Josef Quetal ist Lebensmittelhändler, verheiratet und Vater zweier Kinder. Er lebt in der Nähe des Ti-Ayiti-Markts in Cité Soleil und berichtet, dass er von dem Programm Manje Pi Byen sehr profitiert habe: „Ich nehme seit zwei Jahren an dem Programm teil. Es hat mir geholfen, mein Geschäft und die Ernährung meiner Kund*innen zu verbessern, aber es hat auch meiner Familie zu einem besseren Leben und besserer Ernährung verholfen. Außerdem kann ich mir jetzt das Schulgeld leisten.“</p>

        <p>Er fügt hinzu: „Vor meiner Teilnahme am Manje Pi Byen- Programm gab es hier nicht genug Nahrungsmittel für die Gemeinschaft. Es mangelte auch an Geld für die Beschaffung. Vor dem Projektstart habe ich an etwa zehn Personen verkauft, jetzt hingegen verkaufe ich an über 50 Leute aus der Nachbarschaft. Ich verkaufe Obst, Früchte, Gemüse, Bohnen, Hülsenfrüchte, Eier, Pflanzenöl und Fleisch. Ich hoffe, dass das Programm auch in Zukunft fortgesetzt wird, denn ich würde mich gern vergrößern und neben Lebensmitteln auch Baumaterial verkaufen.“</p>

        <ol class="case-study-footnote">
            <li id="fn-01">Dieses Projektbeispiel wurde von Concern Worldwide erstellt. Zwei haitianische Partnerorganisationen arbeiten mit Concern Worldwide im Bereich der psychotherapeutischen Beratung des Programms Manje Pi Byen zusammen. IDEO unterstützt psychosoziale Aktivitäten, insbesondere die individuelle Betreuung, während Nègès Mawon Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt betreut und diesen eine Peer-to-Peer-Unterstützung anbietet. <a aria-label="Back to content" class="back-to-content" href="#fn-01-ref"><i class="fa fa-chevron-circle-up fa-lg"> </i></a></li>
        </ol>

    </div>

</div>]]></description>
		<link>https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2023-haiti.html</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.globalhungerindex.org/de/country-insights/2023-haiti.html</guid>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 13:45:00 +0000</pubDate>
		<enclosure url="https://www.globalhungerindex.org/media/images/articles4/case-study-haiti_thumb.jpg" length="49798" type="image/jpeg" />
	</item>
</channel>
</rss>